Seilbahnen Schweiz: Erfreulicher Start in die Wintersaison

Nachdem die Wintersaison im Dezember 2020 mit einem Minus von 15% bei den Ersteintritten gestartet war – es kam dabei zu kantonalen Schliessungen von Skigebieten und die Kapazitäten von Gondeln und Kabinen waren auf zwei Drittel reduziert – startet die Wintersaison 2021/22 deutlich positiver. Seit Saisonstart ist ein Plus von über 30% bei den Ersteintritten und beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt beträgt das Plus 31% bei den Ersteintritten und 19% beim Umsatz.

Die Wintersaison in den Schweizer Skigebieten ist durchwegs gut gestartet. Nachdem die Skigebiete im ersten Corona-Winter letztes Jahr den Beweis erbracht hatten, dass ein sicheres Wintervergnügen möglich ist, zeichnete sich bereits vor dem Winter eine günstigere Buchungslage über Weihnachten ab. Im Vergleich zum Vorjahr, welches aufgrund strengerer Covid-Massnahmen schwieriger begonnen hatte, konnten viele Skigebiete den Betrieb viel früher aufnehmen und die Gäste freuten sich über gute Schnee- und Wetterverhältnisse. Gesamtschweizerisch ist ein Plus von 33% bei den Ersteintritten und 31% beim Umsatz zu verzeichnen [Grafik oben].

Regionale Unterschiede

Besonders die Ostschweiz (+105%), aber auch der Arc jurassien (+53%), das Wallis (+38%) und die Zentralschweiz (+35%) blicken auf einen äusserst positiven Saisonstart zurück. Allerdings waren diese Regionen im Vorjahr teilweise von Schliessungen ihrer Skigebiete betroffen. In Kantonen der Zentral- und Ostschweiz kam es zur Schliessung von Skigebieten. Die meisten der dortigen Skigebiete konnten erst ab dem 30. Dezember 2020 respektive 2. Januar 2021 ihren Betrieb wieder aufnehmen. Das Wintersporterlebnis war dieses Jahr auch gesamthaft erfreulicher, da die Berggastronomie dank der 2G-Regel wieder Gäste bewirten durfte.

Aber auch Graubünden, das Berner Oberland und die Waadtländer und Freiburger Skigebiete starteten mit einem Plus. Neben den tiefen Temperaturen und guten Schneeverhältnissen, die zu guten Schneesportverhältnissen vor Weihnachten führten, kamen auch teilweise vorverschobene Schulferien der Branche zugute. Ebenso dürften auch einige Wintersportler, die normalerweise ihre Skiferien in umliegenden Ländern verbringen, in denen strengere Coronamassnahmen gelten, ihre Weihnachtsferien in der Schweiz gebucht haben. Die Umsätze korrelieren in allen Regionen mit den Ersteintritten.

Vergleich mit längerer Periode (2016-2020)

Die Veränderung gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt ist für die Gesamtschweiz bei den Ersteintritten 31%, beim Umsatz noch 19%. Auch in den Regionen ist der aktuelle Saisonstart sehr positiv im Vergleich mit den fünf vorhergehenden Jahren [Grafik unten; keine Vergleichswerte im Arc jurassien].

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Veränderungen zum 5-Jahresschnitt, kumulierte Werte von Saisonbeginn bis 31. Dezember 2021. / Quelle: SBS

Bergbahnen in der Pandemie

Trotz des erfreulichen Winterstarts bleibt die Covid-Situation angespannt. Ein sicherer Winterbetrieb für die Gäste hat oberste Priorität. Entsprechend haben die Bergbahnen Mitte Dezember 2021 auf freiwilliger Basis zusätzliche Massnahmen beschlossen und für Grosskabinen Kapazitätsbeschränkungen eingeführt sowie den Anstehbereich geordnet organisiert. Damit konnte auch sichergestellt werden, dass in der ganzen Schweiz die gleichen Regeln gelten und sich die Gäste optimal darauf einstellen können. 

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Text-QuelleSBS
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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