Bahnhof Urdorf Weihermatt: Ausschreitungen in Zug der S5 nach Fussballspiel [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 22. August 2022 veröffentlicht.

Im Anschluss an das Fussballspiel in Wettswil a.A. am Samstagnachmittag, 20. August 2022 zwischen den Grasshoppers und dem FC Wettswil kam es im Bahnhof Urdorf Weihermatt zwischen Anhängern des FC Zürich und des Grasshopper Clubs in einer S5 zu Auseinandersetzungen. Fünf Personen wurden leicht verletzt.

Nach Spielschluss reisten viele Anhänger der Grasshoppers mit dem Zug nach Zürich. Im Bahnhof Urdorf Weihermatt bestiegen plötzlich Anhänger des FC Zürich den eingefahrenen SBB Regio-Dosto der S5 und zogen die Notbremse. Anschliessend attackierten sie erkennbare Sympathisanten der Grasshoppers.

Die vor Ort eingetroffenen Sicherheitskräfte der Kantonspolizei Zürich brachten zusammen mit ihren Partnerorganisationen die Lage unter Kontrolle. Die fünf verletzten Personen wurden bis zum Eintreffen der Sanität durch die Polizei medizinisch betreut.

Die Kantonspolizei Zürich führte vor Ort umfangreiche Personenkontrollen durch und leitete entsprechende Untersuchungen ein.

Der schwer beschädigte Zug setzte nach rund einer Stunde seine Fahrt zum Hauptbahnhof Zürich fort. Dort sorgte ein grosses Polizeiaufgebot dafür, dass es zu keinen weiteren Störungen oder Auseinandersetzungen kam.

Bei den Ausschreitungen in Urdorf wurden fünf Personen leicht verletzt. Sie wurden durch Rettungssanitäter des Limmattalspitals sowie des Spitals Wohlen AG vor Ort betreut.

Wegen des Vorfalls im Bahnhof Weihermatt war der Zugsverkehr auf dieser Strecke aus Sicherheitsgründen zeitweise unterbrochen. Ab 20:45 Uhr verkehrten die Züge wieder normal.

Zusammen mit der Kantonspolizei Zürich standen die Stadtpolizei Zürich, die SBB-Transportpolizei, die Transsicura sowie die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf im Einsatz.

Verhaftungen im Zusammenhang mit Ausschreitungen nach Fussballspiel
Im Zuge umfangreicher Ermittlungen von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft konnten vergangene Woche sechs Anhänger des FC Zürich verhaftet werden. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, am 20. August 2022 an den Ausschreitungen im Bahnhof Urdorf Weihermatt beteiligt gewesen zu sein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Zwangsmassnahmengericht für mehrere Verhaftete Untersuchungshaft angeordnet.

Im Anschluss an ein Fussballspiel am 20. August 2022 in Wettswil am Albis attackierten sich als Anhänger des FC Zürich zu erkennen gebende Personen in einer S5 im Bereich des Bahnhofs Urdorf Weihermatt (Gemeindegebiet Urdorf) Anhänger des Grasshopper Clubs Zürich. Fünf Personen wurden dabei verletzt und es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft sowie mit Unterstützung der Stadtpolizei Zürich konnten sechs Personen identifiziert und vergangene Woche von der Kantonspolizei Zürich verhaftet werden. Die sechs Schweizer sind zwischen 18 und 26 Jahre alt. Sie stehen im Verdacht, an den Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein und dabei strafbare Handlungen gegen Leib und Leben, Sachbeschädigungen, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie weitere strafbare Handlungen begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen die sechs Beschuldigten eröffnet. Das Zwangsmassnahmengericht hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft für fünf der sechs verhafteten Männer angeordnet. Für den sechsten Beschuldigten hat das Zwangsmassnahmengericht anstelle von Untersuchungshaft eine Ersatzmassnahme angeordnet. Für alle Beschuldigten gilt wie immer die Unschuldsvermutung bis zu einem rechtskräftigen Verfahrensabschluss.

Zeugenaufruf: Die Ermittlungen von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit den Ausschreitungen vom 20. August 2022 sind noch nicht abgeschlossen. Personen, welche Angaben zum Vorfall oder zu weiteren möglichen Tätern machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Telefon 058 648 48 48, in Verbindung zu setzen.

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Text-QuelleKapo ZH
Mit Inhalten vonSandro Hartmeier
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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