Erste Strassenbahn der neusten Generation TINA nach Darmstadt ausgeliefert

Als erstes Nahverkehrsunternehmen bestellte HEAG mobilo insgesamt 25 Strassenbahnen der neusten Generation TINA bei Stadler. Keine zwei Jahre nach Vertragsunterschrift ist die erste TINA am 15. Dezember 2022 in Darmstadt angekommen. Die Betriebsaufnahme ist nach ausführlichen Tests für Herbst 2023 vorgesehen.

Am 15. Dezember 2022 war es endlich soweit: Zum ersten Mal stand eine Strassenbahn der neuesten Generation aus dem Hause Stadler auf Darmstädter Gleisen. Im September hatten HEAG mobilo und der Hersteller Stadler den Modelltyp TINA, das in Darmstadt als neue Baureihe ST15 fahren wird, auf der internationalen Fachmesse Innotrans vorgestellt, jetzt wurde das erste Fahrzeug nach Darmstadt geliefert.

«Ich freue mich, endlich die erste Strassenbahn der neuen Baureihe in Empfang nehmen zu können»

, erklärt HEAG mobilo-Geschäftsführerin Ann-Kristina Natus.

Das Fahrzeug wurde von einer Strassenbahn der Baureihe ST14 über die Bismarckstrasse und die Frankfurter Strasse ins Depot nach Kranichstein gezogen.

«Nun beginnt die Inbetriebnahmephase: Um die Strassenbahnen für die Zulassung bei der Technischen Aufsichtsbehörde vorzubereiten, werden viele Testfahrten und Messungen durchgeführt In Schulungen machen wir zudem unsere Mitarbeitenden in der Fahrschule, der Werkstatt und der Verkehrsleitstelle sowie unser Fahrpersonal fit für TINA»

, erläutert Natus.

In den kommenden Wochen und Monaten werden weitere Fahrzeuge geliefert.

Dirk Schillings, Chief Technical Officer für Light Rail Vehicles bei Stadler erklärt:

«Heute feiern wir einen wichtigen Meilenstein für unsere neuste Strassenbahn-Generation. Wir freuen uns, dass die erste TINA nach erfolgreicher Werksabnahme nun erstmals auf dem Darmstädter Schienennetz die Testphase beginnt und sind überzeugt, dass die neuen Niederflurfahrzeuge dem hohen Anspruch der Fahrgäste sowie der HEAG mobilo gerecht werden.»

Ab Herbst nächsten Jahres können Fahrgäste in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg die neuen Bahnen selbst erleben. Im Sommer 2024 soll die neue Flotte dann komplett sein.

«Der ÖPNV als nachhaltiges und ökologisches Verkehrsmittel, muss nicht nur weiter ausgebaut und gestärkt werden, wie durch unsere neuen Linienkonzepte, er muss auch modern und attraktiv sein. Ich freue mich auf die erste Fahrt mit TINA»

, so Michael Kolmer, Mobilitätsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Insgesamt hat HEAG mobilo 25 Strassenbahnen vom Typ TINA bei Stadler bestellt. Neben Darmstadt liefert Stadler auch 25 TINA an die Baselland Transport AG, 28 TINA an die Rostocker Strassenbahn AG und 56 TINA an die Hallesche Verkehrs AG. Im November 2022 gab zudem die niederländische HTM die Vergabe eines Auftrages von 50 TINA plus Optionen an Stadler bekannt. Diese Erfolge innerhalb kürzester Zeit bestätigen, dass das innovative Fahrzeugkonzept dem hohen Anspruch der Fahrgäste sowie Kunden gerecht wird.

Durchgängiger Niederflur

Das Besondere an der neuen Strassenbahnfamilie TINA ist ihre hohe Flexibilität bei gleichzeitig hoher Standardisierung. Der Name TINA steht für «total integrierter Niederflur-Antrieb». Ihr neu konzipiertes und zum Patent angemeldetes Drehgestell lässt sich für die unterschiedlichsten Fahrzeugtypen und Anforderungen anwenden. Ob Achsantrieb, Losräder, ausdrehende oder nicht ausdrehende Drehgestelle, verschiedene Spurweiten und Fahrzeugbreiten – die TINA-Plattform bietet für alle Strassenbahnkonzepte eine Lösung. Neben dem vollständig durchgängigen Niederflurboden zeichnet sich TINA besonders durch ihre Grossräumigkeit, die grosszügigen Durchgangsbreiten, viel Fuss- und Beinfreiheit, die Panoramafenster, die Multifunktionsfelder und das speziell auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmte neue Design aus. Der optimierte Fahrgastraum ermöglicht eine barrierefreie Erreichbarkeit der Sitzplätze von jeder Fahrzeugtür aus. Auf Kundenwunsch sind – wie bei den TINA für die HEAG mobilo GmbH – auch kleine Stufen anstelle von Rampen möglich. In Sachen Energieeffizienz punktet sie mit einem optimierten Antriebssystem, einem niedrigen Fahrzeuggewicht und der optionalen Nutzung der Motorabwärme.


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Text-QuelleStadler
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