Bahn-Angebot nach Italien und Frankreich reduziert [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 5. November 2020 veröffentlicht.

Die aktuelle Situation und die verschärften Schutzmassnahmen gegen das Corona-Virus haben zu einem deutlichen Nachfrage-Rückgang im internationalen Bahnverkehr geführt. In Absprache mit Trenitalia, SNCF und TGV Lyria wird das Angebot zwischen der Schweiz und Italien sowie Frankreich reduziert: Nach Italien werden ab 9. November 2020 fünf Verbindungen ausgesetzt, im Verkehr von und nach Frankreich wird das Angebot ab sofort auf zwei Verbindungen zwischen Genf und Paris und eine Verbindung Zürich/Basel – Paris reduziert.

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in der Schweiz und den umliegenden Ländern zwingt die Bahnen zum Handeln. Aufgrund des massiven Rückgangs von Reisen insbesondere von und nach Italien und Frankreich haben die SBB in Absprache mit den Partnerbahnen Trenitalia, SNCF und TGV Lyria, beschlossen, das Angebot ab sofort zu reduzieren. Im Verkehr nach Italien gelten diese Massnahmen ab dem 9. November bis vorerst am 12. Dezember 2020, nach Frankreich ab sofort bis mindestens am 1. Dezember 2020.

Im Verkehr nach Italien sind auf der Gotthard-Achse von und nach Mailand vier Verbindungen betroffen. Die betroffenen Züge verkehren jedoch innerhalb der Schweiz regulär bis nach Chiasso, zudem fällt eine Verbindung zwischen Genf und Mailand aus. Die direkten Verbindungen von der Schweiz nach Venedig und zurück werden ebenfalls ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt; diese Züge verkehren nur zwischen der Schweiz und Mailand. Weitere Reduktionen des Angebots können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr nach Italien wird das Angebot der S50 von TILO (Bellinzona-Lugano-Mendrisio-Varese-Malpensa) ab dem 9. November ebenfalls angepasst. Aktuelle Informationen zum Regionalverkehr von und nach Italien finden Sie auf www.tilo.ch.

Im Fernverkehr werden ab Genf nach Paris und zurück täglich zwei Verbindungen angeboten, von und nach Zürich/Basel nach Paris verkehrt pro Tag ein Zug von TGV Lyria. Auf der Strecke zwischen Neuchâtel und Frasne wird das Angebot eingestellt, da in Frasne aufgrund des Ausfalls der TGV-Verbindungen durch den Jura vorübergehend kein Anschluss an das TGV-Hochgeschwindigkeitsnetz nach Paris angeboten werden kann.

In Absprache mit der ÖBB werden ab dem kommenden Wochenende zudem die Nachtzugverbindungen mit dem Nightjet auf den Strecken von Zürich nach Berlin und Hamburg in beiden Richtungen bis voraussichtlich am 2./3. Dezember eingestellt.

Die aktuellen Angaben zu den internationalen Tagesverbindungen sowie der Nachtzüge sind entsprechend im Online-Fahrplan unter www.sbb.ch sowie auf SBB Mobile angepasst.

RhB-Grenzverkehr mit Italien: Tirano ist in der roten Zone
Die italienische Regierung hat zusätzliche Corona-Massnahmen erlassen. Ab Freitag, 6. November 2020, ist in den sogenannten «roten Zonen», zu welchen auch die Provinz Lombardei gehört, touristisches Reisen untersagt. Die Ein- und Ausreise ist verboten. Davon ausgenommen sind lediglich Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Bars und Restaurants sowie alle Geschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden, Apotheken und Kiosken bleiben geschlossen. Freizeitreisende dürfen in Tirano nicht mehr einreisen. Die Rhätische Bahn (RhB) empfiehlt deshalb allen Freizeitreisenden auf der Berninalinie und im Bernina Express Richtung Süden, bereits in Poschiavo, Le Prese, Brusio oder Campocologno auszusteigen. Der Betrieb des Bernina Express Bus wird per Freitag, 6. November 2020 eingestellt.

Die Bündner Güterbahn ist von diesen Massnahmen nicht betroffen.
BLS Autoverlad Brig – Iselle: Angebot wird eingeschränkt
Aufgrund der aktuellen Situation schränkt die BLS das Angebot beim Autoverlad Simplon zwischen Brig und Iselle ein.

Ab 9. November verkehren von Montag – Freitag bis auf Weiteres folgende Autozüge: Brig ab 05:28 / 6:58 / 17:28, Iselle ab 06:06 / 7:36 / 18:06 Uhr. An den Wochenenden verkehren keine Autozüge (ab dem Wochenende vom 7./8. November).

Bitte prüfen Sie vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan.
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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