Kanton Bern: Gezielter Ausbau des öffentlichen Verkehrs

Angebotsbeschluss und Rahmenkredit für Investitionsbeiträge im öffentlichen Verkehr 2022–2025.

Der öffentliche Verkehr im Kanton Bern soll gezielt ausgebaut werden. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat für die Jahre 2022 – 2025 punktuelle Angebotsverbesserungen und einen Rahmenkredit von 181,5 Millionen Franken für Investitionsbeiträge an die Infrastruktur.

Die Nachfrage bei Bahn, Bus und Tram hat in den vergangenen Jahren stets zugenommen. Der Regierungsrat geht davon aus, dass dies auch in Zukunft so sein wird – trotz coronabedingter Einbrüche. Damit die Nachfrage bewältigt werden kann, müssen das Angebot angepasst und die Infrastruktur weiterentwickelt werden. Mit dem Angebotsbeschluss 2022 – 2025 legt die Politik den Umfang der zu bestellenden Verkehrsleistungen im Orts- und Regionalverkehr fest. Die voraussichtlichen Abgeltungen an den öffentlichen Verkehr im Zeitraum 2022-2025 betragen im Durchschnitt rund 280 Millionen Franken pro Jahr.

Nachtbusse neu im Grundangebot

Neu ins kantonale Grundangebot kommen die Nachtbuslinien. Damit wird der heutige Spezialtarif für diese Linien abgeschafft und dieser ist neu somit gleich wie in den allermeisten anderen Regionen der Schweiz. Auch die Golden Pass Express-Bahnlinie zwischen Zweisimmen und Gstaad sowie einige Buslinien wie der Bürgerbus zwischen Münsingen und Worb, die Buslinie Bellmund – Lyss oder die Verbindung zwischen Kirchberg, Neuhof und Aefligen werden Bestandteil des kantonalen Angebots. Bei Linien mit einer starken Nachfrage wie zum Beispiel zwischen Biel/Bienne und Meinisberg wird der Takt verdichtet. Im Gegenzug werden einzelne wenig frequentierte Linien wie Melchnau – Grossdietwil und Rumisberg – Wolfisberg eingestellt.

Die in einer überwiesenen Motion geforderte direkte Bahnverbindung zwischen Biel und Thun via Wankdorf ist nicht Bestandteil des Angebotsbeschlusses. Wegen der hohen Kosten, der voraussichtlich bescheidenen Nachfrage und weil die Verbindung mit der geplanten Baustelle im Raum Wankdorf/Ostermundigen mit grosser Wahrscheinlichkeit in einigen Jahren nicht mehr gefahren werden kann, hat der Regierungsrat die Aufnahme der neuen Verbindung abgelehnt.

Investitionen in die Infrastruktur

Zwischen 2022 und 2025 will der Kanton 181,5 Millionen Franken in die Weiterentwicklung der Infrastruktur investieren. Finanziert bzw. mitfinanziert sollen damit unter anderem die grösseren Projekte der Erweiterung des Tramdepots Bolligenstrasse in Bern, der Gleisersatz an der Seftigenstrasse zwischen Bern und Wabern sowie der Neubau der Luftseilbahn Stechelberg – Mürren. Der Grosse Rat wird das Geschäft in der Frühjahrsession 2021 behandeln.

Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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