Fahrplan 2024: Direkter und komfortabler in Tourismusgebiete reisen [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 27. November 2023 veröffentlicht.

Der neue Fahrplan bringt dort zusätzliche Verbindungen, wo die Nachfrage am stärksten wächst. Touristisch beliebte Destinationen wie das Wallis und Graubünden werden noch besser angeschlossen. Dazu kommen weitere zielgerichtete Verbesserungen. Für den Unterhalt und den Ausbau des Schienennetzes wird auch 2024 viel unternommen; entsprechend hat es auf dem ganzen Netz viele Baustellen. Die SBB setzt alles daran, dass sich die Reisenden auf zuverlässige Verbindungen verlassen können.

Noch nie waren so viele Reisende in den Zügen der SBB unterwegs wie 2023. Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 erwarten sie gezielte Neuerungen im regionalen, nationalen und internationalen Verkehr. Mit dem neuen Fahrplan entwickelt die SBB ihr Angebot im Einklang mit ihrer Strategie 2030 entlang der Bedürfnisse der Reisenden weiter. Dazu gehören weitere Direktverbindungen in touristische Regionen, Angebotsverbesserungen im regionalen Personenverkehr, zusätzliche saisonale Angebote und mehr Sitzplätze auf besonders nachgefragten Strecken.

Das Schweizer Schienennetz ist stabil, zuverlässig und ermöglicht eine hohe Pünktlichkeit der Züge – und das soll so bleiben. Deswegen baut die SBB die Infrastruktur laufend aus und unterhält sie. Die Anzahl an Baustellen bleibt weiterhin hoch. Die SBB legt ein grosses Augenmerk darauf, dass sich die Reisenden trotz der vielen Baustellen auf einen zuverlässigen und dichten Fahrplan verlassen können.

Nationaler und internationaler Personenverkehr: Mehr Direktverbindungen, zusätzliche Halte in Tourismusregionen und neue saisonale Angebote

Die wichtigsten Neuerungen im nationalen Fernverkehr:

  • Seit dem letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2022 verkehren am Wochenende zwei Züge direkt von Genf via Zürich nach Chur und umgekehrt. Aufgrund der hohen Nachfrage werden zwei zusätzliche Direktzüge auf dieser Linie eingeführt. Neu gibt es am Wochenende vier über den ganzen Tag verteilte attraktive Direktverbindungen je Richtung.
  • Von Weihnachten bis Ostern, an Auffahrt, Pfingsten sowie von Juni bis Oktober verbindet ein Direktzug samstags Zürich (ab 7:38 Uhr) mit Brig (an 9:38 Uhr) in nur 2 Stunden und sonntags in der Gegenrichtung (Brig ab 16:18 Uhr – Zürich HB 18:32 Uhr). Der Zug hält auch in Frutigen und bringt so Skifahrerinnen, Wanderer und Bikerinnen am Samstagmorgen umsteigefrei ins Berner Oberland sowie ins Oberwallis und am Sonntagabend wieder zurück. Damit wird zu den Spitzenzeiten auf der Strecke Thun-Brig bzw. Brig-Spiez/Thun ein Halbstundentakt geschaffen.
  • Vom 13. Januar bis 3. März 2024 verkehren an den Wochenenden morgens zwei schnelle und direkte Verbindungen von Zürich HB (Abfahrt um 8:27 Uhr und 9:40 Uhr) nach Einsiedeln (Ankunft um 09:19 und 10:24) und nachmittags wieder zurück (Abfahrt 15:32 Uhr und 16:38 Uhr). Dieser Regio Express bringt Langläuferinnen und Sonnenhungrige ohne Umstieg von der Zwinglistadt in die Heimat der Schwarzen Madonna.
  • Pendlerinnen und weitere Reisende gelangen von Dienstag bis Sonntag dank dem IC6 mit Abfahrt in Brig um 05:16 Uhr früher als bisher direkt nach Bern (an 06:24 Uhr) und Basel (an 07:32 Uhr), abends verkehrt der letzte IC6 von Basel (ab 22:28 Uhr) via Bern (ab 23:37 Uhr) nach Brig (an 00:41 Uhr) neu eine Stunde später als bisher. Aufgrund des Unterhalts im Lötschberg-Basistunnel verkehrt der letzte Zug am Sonntagabend bzw. der erste am Montagmorgen weiterhin als IC61 von/nach Basel über Bern nach/von Interlaken (statt Brig).
  • Der IC3 zwischen Zürich und Chur verkehrt am Wochenende ganzjährig im Halbstundentakt.
  • Für Nachtschwärmer verkehrt Freitag- und Samstagnacht eine neue Express-Verbindung von Olten (ab 00:40 Uhr) nach Biel/Bienne (an 01:26 Uhr), mit Halt in Oensingen, Solothurn, und Grenchen Süd.
  • Ursprünglich war vorgesehen, mit diesem Fahrplanwechsel den vollständigen Halbstundentakt durch den Gotthard-Basistunnel einzuführen. Da der Betrieb nach der Entgleisung eines Güterzugs am 10. August 2023 eingeschränkt ist, verzögert sich die Einführung des Halbstundentakts, bis der Basistunnel wieder normal befahren werden kann. Ab dem Fahrplanwechsel verkehren jeweils zwischen Freitag- und Sonntagabend 31 schnelle Reisezüge durch den Gotthard-Basistunnel [weitere Informationen «31 schnelle Reisezüge pro Wochenende durch den Gotthard-Basistunnel ab Fahrplanwechsel»).

Die wichtigsten Neuerungen im internationalen Personenverkehr:

  • Auch internationale Reisen sind beliebt, etwa in die bayrische Landeshauptstadt. Künftig verkehrt täglich pro Richtung ein zusätzlicher Zug zwischen Zürich und München, Reisende haben damit einen durchgehenden Zweistundentakt.
  • Seit 24. November 2023 verkehren zwischen Zürich und Stuttgart 13 direkte IC-Verbindungen, ein Umstieg in Singen entfällt.

Die wichtigsten Neuerungen beim Rollmaterial:

  • Auf dem Regio Express zwischen Olten und Luzern baut die SBB die Sitzplatzkapazität durch den Einsatz von Doppelstockzügen aus.
  • Aufgrund der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) kommt es auf einigen Linien im Fernverkehr zu geändertem Rollmaterialeinsatz [weitere Informationen zur Umsetzung des BehiG].

Regionale Angebote in der Deutschschweiz

Die wichtigsten Neuerungen im Regionalverkehr in der Deutschschweiz:

  • Zwischen Dietikon und Aarau verkehrt die S11 durchgehend im Halbstundentakt.
    Dulliken wird mit der S23 neu neben den Wochenenden auch an Werktagen im Halbstundentakt bedient und erhält dadurch mehr Direktverbindungen Richtung Langenthal und Baden.
  • Regionale Veränderungen in der Romandie:
  • Um morgens und abends Anschluss an die neuen IC6-Verbindungen zu haben, wird von Dienstag bis Sonntag eine frühere Region Alps-Verbindung zwischen Martigny (04:07) und Brig (05:13) mit Anschluss in Visp (05:25) nach Bern eingeführt. Am Abend wird in der Nacht von Montag auf Dienstag bis zur Nacht von Samstag auf Sonntag ein Zug von Brig (00:27) nach Martigny (01:38) fahren und an allen Bahnhöfen halten mit einem Anschluss im Bahnhof Visp (00:36) nach Martigny.

Die wichtigste Neuerung im Regionalverkehr im Tessin:

  • Mit dem Fahrplanwechsel geht die neue Haltestelle Minusio in Betrieb. Sie wird von den Regionalverbindungen TILO S20 und RE80 bedient. Dadurch wird das Bahnangebot in der Region Locarno sowohl für Freizeitreisende als auch für Pendler noch attraktiver.

BLS: Fahrplan 2024
Neues Jahr, neuer Fahrplan – das sind die wichtigsten Änderungen bei der BLS zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember:

Neue Liniennummerierung: Alle Bahnstrecken erhalten neu eine Nummer analog den S-Bahn-Linien
Billettpflicht: Ab Fahrplanwechsel können keine Billette mehr im Zug gekauft werden. Reisende müssen ihr Billett zwingend vor der Abfahrt kaufen
RE (neu RE1) Bern–Brig–Domodossola: Dieser verkehrt wieder durchgehend ohne Umsteigen in Brig und hält bei allen Verbindungen in Preglia
Schneezug Biel–Brig
Neue Spätverbindung: Olten ab 23:02 Uhr, Bern an 23:45 Uhr
Preisanpassungen: Bei GA, Halbtax, Libero, Passepartout und Onde Verte werden die Preise erhöht
Bauarbeiten: In den Bahnhöfen Herzogenbuchsee und Langenthal ist wegen Bauarbeiten stets mit ändernden Abfahrts- und Ankunftszeiten zu rechnen
Fahrplananpassungen im Minutenbereich: Es gibt auf den meisten Strecken leichte Fahrplanänderungen. Bitte überprüfen Sie vor jeder Fahrt den Onlinefahrplan

Mehr erfahren
TPF: Zusätzliche Bus- und Zugverbindungen
Der Fahrplan 2024 ist in Zusammenarbeit zwischen den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (TPF), dem Kanton Freiburg, der SBB, der Agglomeration Freiburg und Mobul entstanden. Zu den wichtigsten Änderungen zählt der Betrieb der Buslinie 555 Estavayer-le-Lac – Murist – Vuissens an den Wochenenden. Zusätzliche Verbindungen auf den Mobul-Linien verbessern den Anschluss an die RER Fribourg I Freiburg. Ausserdem erhält der Bahnhof Broc-Fabrique den neuen Namen Broc-Chocolaterie.

Ab dem Fahrplanwechsel verkehren die Busse auf der Linie 555 Estavayer-le-Lac – Murist – Vuissens am Wochenende. Der Fahrplan wird um sechs zusätzliche Kurspaare ergänzt, um den Anschluss von Estavayer und Umgebung an Samstagen und Sonntagen zu gewährleisten. Von 7:38 bis 17:38 Uhr verkehren die Busse ab Estavayer im Zweistundentakt, ab Vuissens fahren sie von 7:58 bis 17:58 Uhr ebenfalls alle zwei Stunden.

Zusätzliche Fahrten werden auch auf den Linien 123 Freiburg – Tafers – Plaffeien – Schwarzsee, 234 Freiburg– La Roche – Bulle, 235 Pont-la-Ville – La Roche FR – La Berra, 470 Freiburg– Farvagny – Romont und 471 Romont – Massonnens – Sorens – Bulle eingeführt.

Verbesserte Anschlüsse zwischen den Mobul-Linien und der RER Fribourg I Freiburg

Auf dem Mobul-Netz werden auf den Linien 201 La Tour-de-Trême – Bulle – Riaz, 202 Morlon – Bulle – Vuadens und 203 Bulle, Bouleyres – Industrie zusätzliche Fahrten eingeführt, um den Anschluss mit der RER Fribourg I Freiburg zu gewährleisten, die von Montag bis Freitag um 5:50 Uhr bzw. samstags um 6:50 Uhr ab Bulle verkehrt.

Auf den Linien S50/S51 Palézieux – Bulle – Gruyères – Montbovon der RER Fribourg I Freiburg werden zwischen Gruyères und Montbovon von Montag bis Freitag zu den Hauptverkehrszeiten vier Kurspaare hinzugefügt.

Darüber hinaus wird auf der Strecke zwischen La Verrerie und Vaulruz-Sud von März bis Dezember 2024 der Oberbau erneuert. Eine vollständige Unterbrechung des Bahnverkehrs ist vom 17. Juni bis 22. August 2024 geplant. In dieser Zeit ist zwischen den Bahnhöfen von Semsales und Vuadens ein Ersatzbetrieb mit Bussen vorgesehen. Die Arbeiten umfassen die Erneuerung der Gleise, der Sicherheitsanlagen, der Fahrleitung und von zwei Bahnübergängen. Weiter werden die Kurven angepasst. Ziel der Arbeiten ist es, die Fahrzeit zwischen La Verrerie und Vaulruz-Sud zu verringern und die Pünktlichkeit sowie die Sicherheit der Reisenden zu verbessern. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf CHF 37 Millionen. Die Bauarbeiten dauern zwei Jahre. Eine zweite Verkehrsunterbrechung ist 2025 geplant.

Ein Bahnhof und Bushaltestellen mit neuen Namen

Am Sonntag, 10. Dezember 2023 erhält der Bahnhof Broc-Fabrique einen neuen Namen: Broc-Chocolaterie. Diese Änderung soll die Nähe zum Maison Cailler hervorheben und Besucherinnen und Besucher des Museums dazu anregen, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

Darüber hinaus wird die Bushaltestelle «Epagny, Village» in «Epagny, Les Grottes» umgetauft, während die Haltestelle «Bulle, Stade» fortan «Bulle, Palud» heisst. Die Buslinien 11 Fribourg/Freiburg, Busbahnhof – Rosé, Bahnhof, 361 Rosé – Grolley – Fribourg/Freiburg und N3 Freiburg – Rosé – (Prez-vers-Noréaz) werden um die neue Haltestelle «Matran, Champ-Riond» ergänzt.

– Alle Neuheiten finden Sie unter www.tpf.ch/neuigkeiten. Wir empfehlen unseren Reisenden, den Online-Fahrplan regelmässig und vor jeder Reise zu prüfen.
RBS: Änderungen bei den Bahnlinien
Linie S7: eine Minute früher ab Ittigen 

Die Linie S7 verkehrt ab Ittigen in Richtung Bolligen beziehungsweise Worb Dorf eine Minute früher.

Linie RE5: Fahrplanänderung im Minutenbereich

Der RE wird neu als «RE5» bezeichnet. Die Züge in Richtung Bern verkehren ab Solothurn und ab Biberist eine Minute früher, ab Jegenstorf eine Minute später. Die Abfahrten ab Lohn-Lüterkofen bis und mit Fraubrunnen bleiben unverändert. Die Züge in Richtung Solothurn verkehren ab Jegenstorf und ab Fraubrunnen eine Minute früher. Die Abfahrten ab Bätterkinden bis und mit Biberist bleiben unverändert.

Linie S8: Anpassungen bei den letzten Verbindungen

Der letzte Zug um 0:11 Uhr von Bern nach Solothurn und der letzte Zug um 23:50 Uhr von Solothurn nach Bern verkehren als S8 mit Halt an allen Bahnhöfen. Die S8 in Richtung Solothurn verkehrt ab Bätterkinden, Lohn-Lüterkofen, und Biberist eine Minute später. Neue Ankunft in Solothurn ist um 0:55 Uhr. Die S8 in Richtung Bern verkehrt ab Solothurn unverändert um 23:50 Uhr. Ab Lohn-Lüterkofen bis Worblaufen verkehrt die S8 eine Minute später. Ankunft in Bern ist neu um 0:31 Uhr.

– Alle Informationen zum Fahrplanwechsel und die neuen Haltestellenfahrpläne finden Sie unter: www.rbs.ch/fahrplanwechsel2023
TNW: Informationen zum Fahrplanwechsel
Am Sonntag, 10. Dezember 2023, findet der jährliche Fahrplanwechsel statt. Die wichtigsten Fahrplanänderungen der einzelnen Transportunternehmen finden Sie hier.

Prüfen Sie Ihre Verbindung sicherheitshalber vor der Abfahrt im Online Fahrplan.

Nachtnetz

Im ganzen TNW Gebiet wird das bisherige Nachtnetz mit teilweise eigener Linienführung und Bezeichnung abgeschafft. Nachtschwärmer kommen aber auch weiterhin mit dem ÖV nach Hause, denn in den Wochenend-Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag verkehren die Tageslinien entsprechend länger.

Tarife

Aufgrund gestiegener Kosten werden die ÖV-Preise schweizweit angepasst, so auch beim TNW. Die letzte Tarifanpassung liegt sieben Jahre zurück und seither ist das Angebot des öffentlichen Verkehrs und des U-Abo im speziellen deutlich verbessert worden – ohne Kosten für die Nutzenden. Nach der Tarifmassnahme lohnt sich bei regelmässiger ÖV-Nutzung ein Jahresabo jetzt noch mehr als ein Monatsabo. Bei gelegentlicher Nutzung sind Mehrfahrtenkarten (sechs Fahrten neu mit 20% Rabatt) vorteilhaft, diese sind auch bequem über die App «Tickets» auf dem Handy erhältlich.

Raum und Zeit

Mit dem Fahrplanwechsel wird im TNW Verbundgebiet bei den Einzeltickets und Mehrfahrtenkarten die Gültigkeit auf «Raum und Zeit» angepasst. Dies bedeutet, dass innerhalb der Geltungsdauer des Billetts auch eine Retourfahrt getätigt werden kann, ohne ein neues Billett lösen zu müssen. Dies gilt nicht für den grenzüberschreitenden Verkehr mit den triregio Tickets.

– Weitere Informationen finden Sie in der Tarifinfo-Broschüre
Neuer Fahrplan im Thal ab 10. Dezember 2023
Die Thalerinnen und Thaler können sich auf den neuen Fahrplan des öffentlichen Verkehrs freuen. Er bringt ab 10. Dezember 2023 bessere Anschlüsse nach Zürich und kürzere Wartezeiten für Pendlerinnen und Pendler mit sich. Mit dem Fahrplanwechsel intensiviert sich der Takt der Postautos auf der Linie 129 zwischen Balsthal und Welschenrohr. Von Montag bis Freitag fahren die Busse nun im Halbstundentakt bis 20 Uhr. Diese Neuerung ermöglicht Reisenden aus dem Thal einen durchgehenden Anschluss an alle IC5-Züge, die von Oensingen aus sowohl nach Zürich als auch in die Westschweiz unterwegs sind.

Detaillierte Informationen zum Fahrplanwechsel im Thal
Kanton Bern: Diverse Angebotsverbesserungen
Ab 10. Dezember 2023 verbessert sich das Angebot im Kanton Bern auf diversen Linien des öffentlichen Verkehrs. So wird das Angebot zwischen Bern und Olten am Abend und zwischen Olten und Biel in der Nacht am Wochenende ausgebaut.

Im internationalen Verkehr gibt es eine neue Direktverbindung am Wochenende zwischen Bern und Frasne.

Wegen der steigenden Nachfrage im Freizeitverkehr gibt es eine neue, direkte Verbindung Zürich-Thun-Spiez-Brig mit Halt und Anschluss an den Bus in Frutigen Richtung Adelboden. Die neue Haltestelle Matten bei Interlaken der Berner Oberland-Bahn mit dem dazugehörenden Park+Ride verbessert die ÖV-Erschliessung der Jungfrauregion deutlich.

Bei den Buslinien gibt es in verschiedenen Regionen des Kantons zusätzliche Verbindungen und Anpassungen bei der Linienführung. Verbessert wird namentlich das Hauptverkehrszeitangebot zwischen Biel und Meinisberg, in der Region Bern Mittelland das Angebot zwischen Niederwangen und Wabern, Riggisberg und Thurnen sowie zwischen Bern und Wohlen. Vorgesehen ist auch ein Ausbau des Sonntagsangebots Kappelisacker–Papiermühle–Wankdorf, sowie eine Anbindung von Oberbottigen an das Moonliner-Nachtnetz. Mit der Verdichtung zum 10-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit wird auf dem Abschnitt Thun–Oberhofen das Angebot am rechten Thunerseeufer ausgebaut und eine verbesserte Erschliessung von Beatenberg trägt der weiterhin steigenden Nachfrage im Oberland Rechnung.

Bauarbeiten für den Unterhalt und den Ausbau des Bahnnetzes

Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Die Unterhaltsarbeiten werden in den nächsten Jahren weiterhin stark ansteigen. Denn, was so intensiv genutzt wird, muss auch gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher und pünktlich ans Ziel kommen. Die SBB unterhält aber nicht nur ihr bestehendes Netz, sondern baut es auch weiter aus, damit langfristig neue Angebote geschaffen werden.

Auch in den Nachbarländern wird im kommenden Jahr viel gebaut. Die zahlreichen Baustellen führen dazu, dass sich teilweise die Reisezeiten verlängern oder Reisende häufiger umsteigen müssen.

Die SBB legt den Fokus im nächsten Jahr darauf, das gute Pünktlichkeitsniveau trotz des weiterwachsenden Bauvolumens zu halten. Weitere Informationen zu den bereits bekannten Bauarbeiten in den jeweiligen Regionen sind auf der SBB Webseite «Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023», ersichtlich. Planungsstand – auch bei den untenstehenden Baustellen – ist Ende November 2023, Änderungen sind möglich.

Die SBB bittet Reisende, den Online-Fahrplan vor jeder Reise zu prüfen. Änderungen und Ersatzkonzepte werden in die elektronischen Fahrpläne aufgenommen und frühzeitig kommuniziert. Es gibt auch die Möglichkeit, sich mittels Push-Mitteilung bei Störungen auf der eigenen Pendlerstrecke oder geplanten Reisen informieren zu lassen.

Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen in der Deutschschweiz:

  • Im Rheintal baut die SBB einen Teil der Strecke zu einer Doppelspur aus, damit die Fernverkehrszüge künftig im Halbstundentakt verkehren können. Vom 30. Oktober 2023 bis zum 25. Oktober 2024 werden die Züge nachts von 21:50 Uhr bis Betriebsschluss durch Busse ersetzt. Aufgrund längerer Fahrzeit hat der IR13 während dieser Zeit in Sargans keinen Anschluss an den IC3. Zudem fahren die Nightjets 465/467 ab Zürich Richtung Wien bzw. Graz bereits eine Stunde früher ab. Die Railjet Express und Nightjet halten nicht in Sargans (weitere Informationen auf der SBB Webseite «Doppelspurausbau im St. Galler Rheintal»).
  • Um die Auswirkungen der Bauarbeiten am Bahnhof Wipkingen und am Wipkinger Viadukt auf die Reisenden und Anwohnenden zu minimieren und effizient zu bauen, wird die Strecke Zürich HB–Zürich Wipkingen während des ganzen Jahres gesperrt. Dadurch fällt die S24 zwischen Zürich HB und Zürich Wipkingen aus. Die übrigen Verbindungen werden umgeleitet. Einige Zuglinien verkehren deshalb während dieser Zeit in Zürich HB nicht mehr durchgehend. Unter anderem entfallen die Direktverbindungen von Luzern und Zug an den Flughafen Zürich. Transitreisende müssen in Zürich HB umsteigen, gelangen aber in der gleichen Zeit von Luzern an den Flughafen. Weiter kommt es zu neuen Anschluss- und Umsteigesituationen in Zürich HB (weitere Informationen auf der SBB Webseite «Umbau Bahnhof Zürich Wipkingen und Sanierung des Wipkinger Viadukts»).
  • Damit die Fernverkehrszüge Basel–Laufen–Delémont–Biel/Bienne künftig im Halbstundentakt verkehren können, baut die SBB die Bahnstrecke zwischen Grellingen und Duggingen zur Doppelspur aus. Infolgedessen muss die Strecke zwischen 19. Januar und 8. April 2024 an zehn Wochenenden gesperrt werden, es verkehren Ersatzbusse (weitere Informationen auf der SBB Webseite «Doppelspur Grellingen–Duggingen»).
  • Die SBB saniert den Hauenstein-Basistunnel auf der Bahnlinie Basel–Olten – eine der Hauptachsen des Schweizer Personen- und Güterverkehrs – komplett. Deswegen wird der Fahrplan während des ganzen Jahres jeweils von Sonntag- bis bis Donnerstagabend ab 22 Uhr angepasst. Zudem wird die Strecke Tecknau–Olten an vier Wochenenden komplett gesperrt und muss während fünf Wochen im Sommer teilgesperrt werden. Dies führt zu Fahrzeitanpassungen, Umleitungen und es kommt zu einzelnen Ausfällen mit Bahnersatz (weitere Informationen auf der SBB Webseite «Grundinstandsetzung Hauenstein-Basistunnel»).
  • Auf der Bahnstrecke zwischen Olten und Zürich kommt es aufgrund von Fahrbahnerneuerungsarbeiten (Rupperswil–Lenzburg und Othmarsingen), der Anpassung des Bahnhofs Rupperswil an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes und dem Ausbau der Publikumsanlagen am Bahnhof Lenzburg an mehreren Wochenenden und teilweise bei den letzten Verbindungen abends zu Fahrplanänderungen.

Letzte S-Bahn-Fahrten vom alten Bahnhof Zürich Wipkingen Richtung Zürich HB:

Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Italien:

  • Zwischen Domodossola und Milano wird in den kommenden Jahren der Vier-Meter-Korridor ausgebaut, was dem alpenquerenden Güterverkehr zugutekommt. Dies führt jedoch dazu, dass auf der Simplon-Achse das Angebot über mehrere Jahre reduziert werden muss. So kann ganzjährig jeweils von Montag bis Freitag ein Zug weniger pro Richtung zwischen Basel‒Bern‒Milano und Genf‒Brig‒Milano verkehren. Werktags verkehren somit sechs Züge pro Richtung und Tag, am Wochenende bleibt das Angebot unverändert bei acht Zügen.
  • Die Strecke Arona‒Stresa wird vom 9. Juni bis 8. September 2024 gesperrt, die EC-Züge fallen zwischen Domodossola und Milano aus, es verkehren Ersatzbusse, jedoch mit längerer Fahrzeit und geringerer Kapazität.
  • Die Strecke Brig–Domodossola ist auf dem Abschnitt Iselle–Domodossola vom 9. bis 30. August 2024 gesperrt. Es verkehren Shuttlezüge zwischen Brig und Iselle sowie Ersatzbusse zwischen Iselle und Domodossola und zwischen Domodossola und Milano. Auch verlängert sich die Fahrzeit und die Kapazität ist geringer.

Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Frankreich:

  • Wegen Bauarbeiten zwischen Renens und Denges fallen die TGV zwischen Lausanne und Genève zwischen 29. Juni und 18. August 2024 aus – in dieser Zeit finden auch die olympischen Spiele in Paris statt. Reisende gelangen dank der regelmässigen Direktverbindungen zwischen Lausanne und Genève mit einem Umstieg in Genève in derselben Fahrzeit von Lausanne nach Paris. Ausserdem verkehren die direkten TGV von Lausanne nach Paris via Vallorbe normal.
  • Aufgrund von Bauarbeiten im Norden von Dijon werden von 13. August bis 14. Dezember 2024 jeweils von Montag bis Freitag weniger TGV von Zürich und Lausanne nach Paris und zurück verkehren.

Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Deutschland:

  • Aufgrund Bauarbeiten auf der Riedbahn (Mannheim‒Frankfurt) ist die Strecke vom 1. bis 22. Januar und vom 15. Juli bis 14. Dezember 2024 für den Zugverkehr gesperrt. Die EC von Zürich / Interlaken Ost nach Hamburg fallen zwischen Basel SBB und Hamburg aus. Bei den ICE-Zügen im Verkehr Deutschland-Schweiz und umgekehrt ändert sich während den Sperren der Bestimmungs- und Abgangsbahnhof in Deutschland.
  • Wegen Bauarbeiten auf der Gäubahn können die IC vom 7. Januar bis 29. Februar 2024 zwischen Zürich und Stuttgart nicht durchgehend verkehren, vorübergehend ist ein Umstieg in Oberndorf notwendig. Auch vom 3. August bis 6. September 2024 können die IC wegen Bauarbeiten nicht durchgehend zwischen Zürich und Stuttgart verkehren. Das Ersatzkonzept wird noch erarbeitet.
  • Vom 9. bis 30. August 2024 ist die Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden für den Zugverkehr gesperrt. Ab Basel SBB nach Baden-Baden verkehrt stündlich ein ICE. Zwischen Baden-Baden und Rastatt verkehren Bahnersatzbusse. Die NJ nach Berlin und Hamburg verkehren ab Zürich via Schaffhausen, der Halt Basel entfällt. Der NJ nach Amsterdam verkehrt rund dreieinhalb Stunden früher und nur ab Basel SBB. Der EN nach Prag via Leipzig fällt aus. Vom 31. August bis 9. September kommt es auf der Strecke zu Umleitungen und verlängerten Fahrzeiten. Das Fahrplanangebot wird reduziert.

Die wichtigsten Fahrplananpassungen wegen Baustellen bei Verbindungen nach Österreich sowie bei den Nachtzügen Richtung Österreich:

  • Vom 10. August bis 9. September 2024 ist die Strecke zwischen Buchs SG und Feldkirch gesperrt, das genaue Ersatzkonzept ist noch in Arbeit.

Veränderungen bei Einzelplatzreservationen und Billetten für internationale Reisen

Das System für Einzelplatzreservationen wird auf eine neue Software migriert. Diese ist ausbaufähig und wird für die Zukunft neue Perspektiven bieten. Sie führt aber auch zu folgenden Veränderungen:

  • Einzelplatzreservationen können bis voraussichtlich im Frühling 2024 nicht auf SBB.ch vorgenommen werden. Reservationen in Reisezentren, über das SBB Contact Center und auf der SBB Mobile App sind hingegen möglich. Bei Einzelplatzreservationen in touristischen Zügen können bis auf Weiteres keine Zusatzleistungen wie «Essen am Platz» oder «MOB Prestige-Class» mehr gebucht werden. Dies ist über die Websites der entsprechenden Bahnunternehmung möglich (z.B. www.glacierexpress.ch oder www.mob.ch).
  • In zuschlagsfreien Zügen gilt bei Reisen «ein Preis für die gesamte Reisekette». Neu werden die Reservierungsgebühren von CHF 5.- (Personen) beziehungsweise CHF 2.- (Velos) nicht mehr pro Zug sondern pro Weg verrechnet.

Zudem kommt es zu Neuerungen im Verkauf von internationalen Tickets:

  • Ab Fahrplanwechsel wird es nicht mehr möglich sein in den Reisezentren der Schweizer Transportunternehmungen Zugbillette für Reisen in gewisse europäische Länder zu kaufen. Nicht betroffen sind Direktverbindungen bei Tag und Nacht in die Nachbarländer, Reisen in die Benelux-Länder, Dänemark und Tschechien, London mit Eurostar oder Barcelona mit TGV, sowie Interrail-Billette. Letztere sind gerade für lange Reisen eine interessante Option.
  • Durch die Modernisierung des SBB Buchungssystems für internationale Reisen können vorübergehend keine internationalen Velobillette und -reservationen über die SBB Verkaufskanäle gebucht werden. Geplant ist, dass Buchungen für die internationale Velomitnahme im Verlauf von 2024 möglich sein werden. In der Zwischenzeit wird empfohlen, die Buchung von Velobilletten direkt bei den jeweiligen Partnerbahnen vorzunehmen.

Am 8. Dezember 2023 wurde die Leistungssteigerung Rupperswil–Mägenwil offiziell eröffnet, dabei wurde der Giruno RABe 501 002 auf den Namen «Aargau» getauft:

Weitere Änderungen:
ZVV
BLS
Léman Express
(französisch)
Thurbo

SOB (Obersee)
SOB (Sattel)
TPF

RBS
ZB
AB

ASm
Bernmobil

TNW
Postauto
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Mit Inhalten vonSandro Hartmeier
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Nicht aufgeführt ist die Sperrung des Weissensteintunnels vom 4. März 2024 bis zum Fahrplanwechsel 2025. Die Teilstrecke Moutier bis zum nördlichen Tunnelportal in Gänsbrunnen wird während der ganzen Zeit durch Busse bedient. Die Strecke von Solothurn bis zum südlichen Tunnelportal bleibt mit Ausnahme von 8-wöchigen Sperrungen 2024 und ev. auch 2025 in Betrieb.

  2. «Das Schweizer Schienennetz ist stabil, zuverlässig und ermöglicht eine hohe Pünktlichkeit der Züge», ja aber, es ist keine Insel. Es ist in Basel, Waldshut, Konstanz und über Bregenz in Lindau mit dem Netz der notorisch unpünktlichen und unzuverlässigen Deutschen «Wir-bringen-rein-gar-nix-auf-die-Reihe-Bahn» verknüpft und das ist ein gewaltiges Problem.

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