OeBB: «Die Klus erstickt im Verkehr»

Die Befürworter der Verkehrsanbindung Thal haben ihre Argumente erörtert.

Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» (Pro VA Thal) hat seine Argumente dargelegt, die am 26. September 2021 für ein Ja an der Urne sprechen. Es gehe um mehr Lebens- und Wohnqualität in der Klus und für das Thal und darum, die Region mit einem sinnvollen Anschluss an das Strassennetz zu versehen. Nur mit der VA Thal, so die Befürworter, werde auch eine Verbesserung und der Ausbau des öV-Angebotes möglich.

Den Ort der Medienorientierung hatten die Befürworter der Verkehrsanbindung Thal mit Bedacht gewählt: Das Archiv der Bürgergemeinde Balsthal, an historischer Stätte mitten im Städtchen Klus. Im einst schönen Städtchen Klus, so Komitee-Co-Präsident und Nationalrat Stefan Müller-Altermatt – man erkenne es heute kaum noch.

«Die Klus erstickt im Verkehr.»

Es gehe bei der Verkehrsanbindung Thal neben der Verbesserung der Situation in der Klus vor allem um zwei Dinge: Darum, den Thalerinnen und Thalern die Lebensqualität zurückzugeben und das Thal als Wohn- und Arbeitsregion attraktiv zu erhalten. Denn das Thal verliert wegen des Staus an Attraktivität als Wohnregion und als Arbeitsregion, weil die Gewerbler im Thal genauso im Stau stehen wie der Büezer, der im Mittelland arbeitet.

Mit der Verkehrsanbindung Thal wird der öV im Thal attraktiver!

Die VA Thal ermöglicht die Verbesserung und den Ausbau des öV-Angebotes und schafft mehr Platz für Bus und Bahn.

Dass der öffentliche Verkehr im Thal mit der Realisierung des Projektes attraktiver wird, betonte Thomas Fluri, Verwaltungsratspräsident der Oensingen-Balsthal-Bahn AG (OeBB). Just im ländlichen Raum, so Fluri, würden sich öV und der Motorisierte Individualverkehr (MIV) nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Damit Bus und Bahn im Thal ihre wichtige Erschliessungsfunktion wahrnehmen könnten, müssten sie in Oensingen, Gänsbrunnen und in Waldenburg kurze und zuverlässige Anschlüsse gewährleisten.

«Dafür muss der öV aber wieder zuverlässiger werden»

, sagte Fluri.

«Das gelingt uns nur mit einer VA Thal, mit deren Realisierung wir sogar den Ausbau unseres öV-Angebotes anstreben können!»

Die VA Thal verschaffe dem öV mehr Platz und führt laut Fluri zudem zu der «dringend notwendigen» Entflechtung von öV und MIV.

Im Thal soll zudem der öV seine Bedeutung als Alternative zum MIV nicht nur halten, sondern steigern, Angebotslücken sollen geschlossen werden, mit einem 1/4h Takt in der Hauptverkehrszeit sollen Anschlüssen in Oensingen auch an die Regionalzüge hergestellt werden.

Weiter kann mit der VA Thal die öV-Drehscheibe Thalbrücke aufgewertet werden. Es soll eine weitere Buskanten und mehr Fahrradabstellplätzen wie auch Park&Ride, Kurzzeitparkplätze und sogar ein Mobility Standort realisiert werden. Zudem kann die Sicherheit des Langsamverkehrs und der Kundinnen und Kunden markant erhöht werden.


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Text-QuelleOeBB
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Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Dieses Projekt ist ein Relikt aus einer anderen Zeit, wo die Maxime bestand, möglichst viel Verkehr durch noch mehr Strassen fliessen zu lassen. Die Durchquerung vom Städtchen Klus bleibt weiterhin möglich. Der öffentliche Verkehr soll zwar verbessert werden, ist aber nicht Teil des Projekts. Das Projekt bringt zudem dem Städtchen eine Hochstrasse, die nicht gerade optimal in das enge Tal passt.

  2. Ein vorsintflutliches, zu kurz gedachtes und in der Zeit des menschbedingten Klimawandels absolut verantwortungsloses Projekt. Die Umgehungsstrasse Klus würde unweigerlich zu einem Magnet für eine zusätzliche LKW-Flut aus Richtung Moutier und Liestal werden. Mit dem mit diesem Projekt sinnlos vernichteten Geld könnte der ÖV im Thal auf einen Topstand gebracht, zahlreiche Massnahmen zum Eindämmen des überbordenden Motorisierten-Individual-Verkehrs umgesetzt, der Busverkehr elektrifiziert, die OeBB-Seite des Bahnhofs Oensingen aufgewertet und zahlreiche weitere Investitionen in eine bessere Lebensqualität finanziert werden. Gefragt wären intelligente, innovative Lösungen und nicht noch mehr Beton.

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