Kredit für Gesamtprojekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten gesprochen [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 18. Dezember 2020 veröffentlicht.
Die Planungen aus dem Vorprojekt können weiter ausgearbeitet werden

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat den Kredit für das Bauprojektierungs- und Plangenehmigungsverfahren des dreiteiligen Gesamtprojekts Glattalbahn-Verlängerung Kloten bewilligt. Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG kann nun die Planung für die Glattalbahn-Verlängerung, den Hochwasserschutz sowie die Velohauptverbindung in Kloten vorantreiben und konkretisieren.

Mit der Verlängerung der Glattalbahn und dem Ausbau der Velohauptverbindung vom Flughafen Zürich bis ins Gebiet «Grindel» an der Stadtgrenze zu Bassersdorf will der Kanton dem stetig zunehmenden Mobilitätsbedürfnis in der Region nachhaltig und klimaschonend begegnen. In diesem Zusammenhang wird auch eines der höchsten Hochwasserrisiken im Kanton Zürich minimiert: Der parallel zur Glattalbahn verlaufende Altbach weist bei einem extremen Hochwasser ein enormes Schadenspotenzial auf. Durch das Gesamtprojekt können alle drei Teilprojekte aufeinander abgestimmt realisiert werden.

Grundlage für Kostenvoranschlag und Plangenehmigungsgesuch

Im abgeschlossenen Vorprojekt wurde eine Lösungsvariante für das Gesamtprojekt mit seinen drei Teilprojekten erarbeitet: Festgelegt wurden die Linienführungen der Glattalbahn und der Velohauptverbindung sowie die Lage der Haltestellen und die technische Ausführung des Hochwasserschutzes. In der nächsten Phase wird das Bauprojekt erstellt. Dieses umfasst den Kostenvoranschlag, das Auflagendossier und das Gesuch für die Plangenehmigung (Baubewilligung). Weiter entsteht der detaillierte Bauablauf, und die gestalterischen Elemente des öffentlichen Raums werden zusammen mit der Stadt Kloten weiterentwickelt. Für diese Arbeiten hat der Regierungsrat CHF 26.7 Millionen bewilligt. Die Plangenehmigung soll Mitte 2024 vorliegen.

Gesuch um Infrastrukturkonzession beantragt

Mit der Fertigstellung des Vorprojekts reichte die VBG beim Bundesamt für Verkehr (BAV) das Gesuch für die Infrastrukturkonzession ein. Dieses ist notwendig, damit die VBG die Neubaustrecke bis ins Gebiet Grindel konkret planen, und nach Vorliegen der notwendigen politischen und finanziellen Beschlüsse auch bauen und betreiben kann. Mit der Erteilung der Konzession durch den Bundesrat wird bis Mitte 2021 gerechnet.

Dialog mit den Grundeigentümern und der Bevölkerung

Die Anliegen der betroffenen Grundeigentümer, der Bevölkerung von Kloten und der Stadt Kloten spielen bei der Planung und Umsetzung des Projekts eine wesentliche Rolle. Eine offene und rechtzeitige Informationsvermittlung ist der VBG sehr wichtig. Bereits während der Vorprojektphase fanden mit allen betroffenen Grundeigentümern erste Gespräche statt. Aufgrund der Situation mit Covid-19 führt die VBG aktuell keine Informationsveranstaltung durch und stellt der Öffentlichkeit das Projekt digital auf der Website vor, sowie mittels einer Informationsbroschüre, die an alle Klotener Haushalte verschickt wird. Im Bauprojekt wird die VBG auch weiterhin aktiv am bereits laufenden Transformationsprozess des Steinacker-Gebiets mitwirken. Die Glattalbahn bildet das Rückgrat für die Transformation dieses Gebiets in ein attraktives Mischgebiet. Neu soll im heutigen Gewerbegebiet nicht nur gearbeitet, sondern auch gewohnt werden.

Finanzierung durch Kanton und Bund

Gemäss der Schätzung im Vorprojekt werden die Kosten bei einer Genauigkeit von +/- 20% rund CHF 441 Mio. (inkl. MWST) betragen. Das Gesamtprojekt profitiert von der Bündelung und der koordinierten und effizienten Umsetzung der drei Teilprojekte. Der Anteil für die Glattalbahn-Verlängerung wird durch den Verkehrsfonds des Kantons Zürich finanziert, jener für die Velohauptverbindung über den Strassenfonds des Kantons Zürich. Der Anteil des Hochwasserschutzes wird zu Lasten des ordentlichen Budgets des Kantons Zürich abgegolten. Für die beiden Teilprojekte Glattalbahn und Velohauptverbindung strebt der Kanton Zürich die Mitfinanzierung durch den Bund im Rahmen des Agglomerationsprogrammes der vierten Generation an. Der Hochwasserschutz wird dem Bund als Einzelprojekt zur Subventionierung beantragt.

Gesamtprojekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten
Seit Ende 2010 verbindet die Glattalbahn das Gebiet Zürich Nord mit den Agglomerationsgemeinden im mittleren Glattal. Das Gesamtprojekt Glattalbahn-Verlängerung Kloten sieht die Verlängerung der Glattalbahn von Zürich Flughafen bis nach Kloten Industrie vor. Gleichzeitig wird im Projekt das Hochwasserrisiko für Kloten und den Flughafen weitestgehend minimiert, indem der nötige Hochwasserschutz mit Aufwertung des Altbachs umgesetzt wird. Als drittes Teilprojekt wird eine Velohauptverbindung von Zürich Flughafen bis Bassersdorf Industrie erstellt, welche ein wichtiges Puzzleteil des Kantonalen Velonetzplans darstellt. Die räumliche Nähe und die Abhängigkeiten dieser Vorhaben bedingen eine gemeinsame Bearbeitung.

Auftraggeber sind die Volkswirtschaftsdirektion und die Baudirektion des Kantons Zürich. Verantwortlich für die koordinierte Gesamtplanung und Projektierung ist die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG.

– Informationen über das Gesamtprojekt: www.glattalbahn.ch. 

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Text-QuelleVBG
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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