Lantal Textiles: Unia fordert keine Entlassungen in die Arbeitslosigkeit

Das Textilunternehmen Lantal – bekannt für Interieur-Lösungen in zahlreicher ÖV-Fahrzeugen – hat die Sozialpartner darüber informiert, dass es bis zu 75 der 258 Arbeitsplätze an den Standorten Langenthal und Melchnau (BE) abbauen will. Die Gewerkschaft Unia fordert vom Unternehmen, keine Entlassungen in die Arbeitslosigkeit vorzunehmen. Sie wird die Belegschaft und Personalkommission tatkräftig unterstützen, Vorschläge zum Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zu erarbeiten.

Im Rahmen des Konsultationsverfahrens gemäss Gesetz und Gesamtarbeitsvertrag werden sich die Personalkommission und die Gewerkschaft Unia gemeinsam auf die Vermeidung von Kündigungen konzentrieren und entsprechende Vorschläge ausarbeiten. Die von der Firma vorgesehene Konsultationsfrist von drei Wochen reicht dafür jedoch nicht aus und muss unbedingt verlängert werden, wie die Unia findet. Zudem muss das Unternehmen sämtliche zweckdienliche Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellen, damit das Konsultationsverfahren nicht zu einer reinen Alibiübung verkommt, so die Unia weiter.

Soziale Verantwortung wahrnehmen

Die Unia fordert weiter den Besitzer Urs Rickenbacher dazu auf, soziale Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in Langenthal und Melchnau zu tragen. Auf Entlassungen in die Arbeitslosigkeit ist zu verzichten. In keinem Fall dürfen Kündigungen ohne Anschlusslösungen ausgesprochen werden. Eine Massnahme dazu sind grosszügige Frühpensionierungen, wie sie auch der GAV der Textilindustrie vorsieht, dem Lantal unterstellt ist. Weiter braucht es beispielsweise Unterstützung der Angestellten bei Aus- und Weiterbildungen, hält die Unia weiter fest.

Text-QuelleUnia
Mit Inhalten vonSandro Hartmeier
Redaktionhttps://www.bahnonline.ch
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